Heilmethoden für hochsensible Menschen
Ich habe vor Kurzem einen Instagram-Post geteilt, in dem ich über das Paradox spreche, als HSP „zu viel“ zu sein. Du kannst ihn dir gerne hier anschauen. Es lohnt sich besonders, wenn du dich selbst als HSP erkennst oder jemanden in deinem nahen Umfeld hast, auf den das zutrifft.
In dem Post gehe ich auf das Paradox ein, dass HSPs oft als „zu viel“ wahrgenommen werden, obwohl es in Wahrheit häufig die „Aussenwelt“ ist, die für HSPs zu viel ist.
Natürlich sind nicht alle HSPs gleich! Es ist kein „one size fits all“ – wie bei vielen Dingen ist es ein Spektrum.
Wie ein HSP seine Hochsensibilität erlebt, wird auch davon geprägt, wie er oder sie aufgewachsen ist und wie die eigene Sensibilität gespiegelt wurde.
Ich habe zum Beispiel oft gehört, dass meine Hochsensibilität zu viel sei, anstrengend, dass das, was ich wahrnehme und spüre, übertrieben oder nicht wahr sei.
Wenn man oft genug hört, dass das, was man wahrnimmt, falsch ist, beginnt man irgendwann, es zu glauben – und zu unterdrücken. Und da die Sensibilität ein so wesentlicher Teil von einem selbst ist, unterdrückt man damit letztlich sich selbst.
Es hat bei mir sehr lange gedauert, zu verstehen, dass meine Sensibilität wahr ist, ein Geschenk und auch eine wunderbare Qualität – und ich lerne immer noch, sie voll anzunehmen.
Das kann herausfordernd sein in einer Welt, die Sensibilität nicht unbedingt willkommen heisst. Aber immerhin gibt es heute Forschung dazu, es gibt Studien – die erste richtige Studie zu diesem Thema entstand in den neunziger Jahren, da war ich ungefähr dreissig! – und wir wissen inzwischen, dass HSPs neurologisch anders „verdrahtet“ sind als andere Menschen. Heute wissen auch viel mehr Menschen darüber Bescheid, was unglaublich hilfreich ist.
Viele hochsensible Menschen stellen im Laufe ihres Lebens fest, dass Heilmethoden, die für viele andere Menschen gut funktionieren, für sie zu viel sein können.
Das kann sowohl für die moderne Medizin gelten als auch für sogenannte „alternative Heilmethoden“.
Als ich zum Beispiel Akupunktur gemacht habe, musste ich jemanden finden, der mir nicht einfach möglichst viele Nadeln setzte, sondern genau wusste, welche ein, zwei oder höchstens drei Punkte behandelt werden mussten.
Es gibt besondere Traditionen und Schulen innerhalb der Akupunktur, in denen genau diese Art zu behandeln gelernt wird: weniger ist mehr.
Meine Shiatsu-Therapeutin berührt mich manchmal nur ganz leicht an ein oder zwei Stellen meines Körpers – und sofort beginnt sich meine ganze Energie zu verändern.
Und genau das ist der Schlüssel bei HSP:
WENIGER IST MEHR.
In vielen Bereichen unseres Lebens. Wir brauchen viel weniger Stimulation, damit sich Dinge verändern, öffnen oder ins Fliessen kommen.
Das bedeutet aber auch: Dinge können für uns schneller zu viel werden als für Menschen, die nicht hochsensibel sind.
Zu lernen, Grenzen zu setzen, zu wissen, wie weit wir gehen können, um gesund zu bleiben, zu erkennen, wann es Zeit ist zu sagen: genug, mein Nervensystem braucht jetzt Regeneration und Verdauungszeit – all das ist ein Lernprozess, der für jede HSP (Hochsensible Person) zentral ist.
Qi Gong & Stillness ist eine Praxis, die genau dieses Motto unterstützt: weniger ist mehr.
Die Übungen sind so sanft, beruhigend und auf das Wesentliche reduziert – etwas, das für alle Menschen wunderbar ist, aber ganz besonders für hochsensible Menschen.
Das Nervensystem eines HSP ist so fein abgestimmt, dass beim Praktizieren von Qi Gong oft sehr schöne Erfahrungen und Resultate entstehen können. Viele finden erstaunlich schnell Ruhe und Frieden in Körper, Geist und Energie – sobald sie sich selbst Zeit und Raum dafür geben.
Ich erinnere mich noch gut an meine erste Qi-Gong-Stunde: Es war wie ein grosses Ausatmen. Ich wusste sofort: Das ist es. Das ist die Praxis, nach der ich mein ganzes Leben gesucht habe – für die ich aber wahrscheinlich erst jetzt wirklich bereit war. Noch im selben Jahr begann ich meine Ausbildung zur Qi-Gong-Lehrerin. Das ist inzwischen zwanzig Jahre her.
Seitdem gab es wahrscheinlich kaum einen Tag, an dem ich nicht irgendeine Form von Qi Gong & Stillness praktiziert habe. Es ist vollkommen Teil meines Lebens geworden.
Möchtest du mehr darüber erfahren oder einmal kostenlos an einer Probestunde teilnehmen?
Dann schau gerne auf meiner Kursseite vorbei oder schreib mir.
Ich freue mich darauf, von dir zu hören!
